Elektroauto oder Wasserstoff-Verbrennungsmotor?

Möglicherweise wird bald an jeder Tankstelle Wasserstoff getankt.

Während in der Politik versucht wird Elektroautos auf den wirtschaftlichen Markt zu bringen, wird von Wissenschaftlern schon wieder über einen Verbrennungsmotor nachgedacht. Anstatt Diesel, Benzin oder elektrischem Strom aus dem Kraftwerk soll möglicherweise Wasserstoff die Lösung als Energiequelle für Autos sein. 

Die Idee ist nicht neu, denn schon vor 200 Jahren baute ein Wissenschaftler das erste Fahrzeug, das mit Wasserstoff angetrieben wurde und diese Idee kam immer wieder hervor, aber durch die komplizierte Herstellung wurde der Diesel- und der Benzinmotor weiter bevorzugt. 

Doch was ist nun hinsichtlich der heutigen Klimadebatte umweltfreundlicher, Elektro oder Wasserstoff? Elektroautos sind nun mal auch nicht komplett klimaneutral, wie es teilweise dargestellt wird. Die Energie aus den fossilen Brennstoffen wird vom Kraftwerk über das elektrische Netz zum Elektroauto befördert und erzeugt damit genauso wie ein Verbrennungsmotor CO2. Die erneuerbaren Energien werden derzeit zu 100 Prozent genutzt und jeder weitere Energieverbrauch müsste durch die Umwandlung fossiler Brennstoffe in Elektrizität gedeckt werden. 

Zudem ist die Lebenszeit einer Batterie fragwürdig, da Batterien schnell verschleißen und erneuert werden müssen. Jede neue Produktion einer Autobatterie erzeugt genauso viel CO2, wie ein Verbrenner mit sechs Litern pro 100 Kilometer nach 100 000 Kilometern. 

Nun stellt sich die Frage, ist das Elektroauto wirklich so umweltfreundlich? Aufgrund dieser Frage kamen jene Wissenschaftler erneut auf den Wasserstoff als Energiequelle für den Verbrenner zurück. Die Herstellung des Wasserstoffes ist natürlich auch nicht völlig klimaneutral, weil elektrischer Strom zur Erstellung  benötigt wird. Geht man allerdings davon aus, dass regenerative Energien diesen herstellen, wäre Wasserstoff nahezu 100 Prozent klimaneutral, denn für die Spaltung von Wasserstoff und Sauerstoff aus Wasser wird dieses unter Strom gesetzt und getrennt. 

Dennoch ist es egal, ob mit Strom von erneuerbaren Energien oder Strom aus dem Kraftwerk Wasserstoff hergestellt wird, die Klimabilanz ist jeweils umweltfreundlicher als die Herstellung der elektrischen Energie samt Batterie. Außerdem halten die Motoren mit großer Wahrscheinlichkeit länger als die Batterien. Dem Diesel und dem Benziner ist der Wasserstoff im Hinblick auf das Vorkommen auf der Erde überlegen, denn der größte Teil der Erde besteht aus Wasser. 

Ein weiterer Vorteil gegenüber den Elektroautos ist auch die Ladezeit, denn E-Autos müssen oft mehrere Stunden laden, während das Wasserstoff-Auto nach zum Beispiel drei Minuten bis zu 500 Kilometer fahren kann. 

Der wichtigste Vorteil ist die Abgabe von CO2. Ein E-Auto setzt auf 100 Kilometern  21,99 Kilogramm CO2 frei, ein Wasserstoff-Auto gibt 16,05 Kilogramm pro 100 Kilometer in die Luft ab. Also lässt sich zusammenfassend sagen, dass Wasserstoff gegenüber normalen elektrischen Strom die Nase vorn hat. Weitere Veränderungen hängen von den weiteren wissenschaftlichen Erkenntnissen und den politischen Subventionen für die erneuerbaren Energien und den verschiedenen Antriebsmöglichkeiten ab.

von Marcel Stratmann, Jemal Neffati und  Henry Frische, 

Klasse 8C, 

Ostendorf-Gymnasium, 

Lippstadt