„Es war ein sehr unruhiges Jahr für den Flughafen“

2013 nur 800 000 Passagiere in Paderborn/Lippstadt. Trotzdem: Airport sieht sich gut aufgestellt

Lippstadt/Ahnden  – Die wirtschaftliche Situation des Flughafens Paderborn/Lippstadt haben die „Zeitung macht Schule“-Nachwuchsjournalisten Lukas und Robin im Gespräch mit Beate Nessel, Leiterin Vertrieb und Marketing am Flughafen Paderborn/Lippstadt, im Interview unter die Lupe genommen.
Wie erfolgreich war der Flughafen im Jahr 2013?
Beate Nessel: 2013 war für den Flughafen ein sehr unruhiges Jahr. Das fing schon damit an, dass unser früherer Geschäftsführer Elmar Kleinert ein Stellenangebot aus Berlin bekommen hat und uns dann im Frühjahr verlassen hat. Wir mussten also im Sommer noch eine Zwischenlösung finden. Wir haben seit dem 28. November einen neuen Geschäftsführer, Dr. Mark Cezanne. Aufseiten des Flugverkehrs war es ein nicht so gutes Jahr, wir hatten in diesem Jahr mit dem Konkurs der Sky Airlines zu kämpfen, die viermal pro Woche nach Antalya geflogen sind und die Passagiere fehlen uns natürlich. Auch Airberlin ist weniger geflogen als im letzten Jahr und wird uns also auch fehlen, sodass wir am Ende des Jahres unter unserer Passagierprognose liegen werden. Das heißt, dass wir voraussichtlich nur 800 000 Passagiere erreichen werden.
Wie hat sich der Flughafen seit der Jahrtausendwende entwickelt?
Nessel : Seit der Jahrtausendwende, also die Jahre ab 2000, wenn man es so nimmt, als Stichtag, waren es sehr erfolgreiche Jahre. Von 2000 bis 2004 hatten wir noch ein starkes Wachstum. Der Flughafen war auf Expansion getrimmt, es wurde immer etwas angebaut und erweitert. Wir haben immer neue Fluggesellschaften dazubekommen. Mit Passagierwachstum über all die Jahre, bis zum Jahr 2004, da war so ziemlich der Höchststand der Passagierzahlen mit 1,38 Millionen, und seither muss man sagen, geht es passagierzahlenmäßig kontinuierlich abwärts, das ist aber nicht nur hier so, das betrifft auch andere Flughäfen.
Welche Fluggesellschaften sind dem Flughafen treu und werden weiterhin hier fliegen?
Nessel: In erster Linie ist da natürlich die Airberlin zu nennen, die nach wie vor hier fliegt, nicht mehr mit so einem starken Programm wie früher, aber immer noch sehr stark. Dann ist da noch die Lufthansa, als Linienflieger seit ganz vielen Jahren etabliert. Seit 1997 fliegen sie nach München und die werden uns auch weiterhin treu bleiben, ebenso die Condor. Es gibt noch die kleineren Gesellschaften, die keine Flugzeuge bei uns stationiert haben und ein kleineres Programm fliegen, wie z.B. Sunexpress, früher auch Tailwind.
Wie sehen Sie die Wirtschaft und den Flughafen in zehn Jahren?
Nessel: Wir gehen davon aus, dass sich die Wirtschaft generell wieder etwas erholen wird und damit auch der Flughafen und auch der Luftverkehr. D. h. in diesem Jahr gehen wir davon aus, dass die Talsohle durchschritten ist, dass wir jetzt den Passagiertiefstand erreicht haben und das es dann auch in den nächsten Jahren wieder leicht bergauf geht.
Mit welchen Fluggesellschaften möchten Sie in Zukunft kooperieren?
Nessel: Wir möchten im Prinzip mit allen Airlines kooperieren. Wir sind auf der Suche nach einem Netzwerkcarrier, das sind Airlines, die uns mit einem großen Drehkreuz verbinden würden. Große Partner sind bei uns immer willkommen.
Wird in nächster Zeit mehr Luftfracht am Flughafen umgeschlagen?
Nessel: Luftfracht ist bei uns nur so ein Thema am Rand. Ich glaube nicht, dass das sich das in den nächsten Jahren sehr vergrößern wird.
Wie ist ihre finanzielle Lage 2014 zu sehen?
Nessel: Für das Jahr 2014 haben wir den Wirtschaftsplan verabschiedet, das heißt, es sind alle Entscheidungen getroffen worden. Der Aufsichtsrat hat den Plan dann sofort genehmigt, sodass wir glauben, seit den stark gesunkenen Passagierzahlen auf festen Beinen zu stehen und wieder in den Bereich kommen, wo wir komplett positive Zahlen schreiben, operativ sind wir immer in der Gewinnzone.
Welche Firmen werden in Zukunft zur Wirtschaft am Flughafen betragen?
Nessel: Es gibt immer wieder kleinere Firmen, mit denen wir dann auch als Dienstleister zusammenarbeiten. Ob es weitere Firmen gibt, die sich im Gewerbegebiet ansiedeln, ist unklar. Grundsätzlich haben wir immer Kontakt zu allen Firmen, die in irgendeiner Form etwas mit Luftfahrt zu tun haben.
Gibt es starke Konkurrenz im Umfeld des Flughafens?
Nessel: Ja, wir stehen generell in Konkurrenz zu allen deutschen Flughäfen. Es gibt viele Mitbewerber, wie Dortmund, Münster, Köln oder Düsseldorf. Wir hoffen, dass die anderen Flughäfen in Zukunft keine günstigeren Gebühren machen als wir. Der Flughafen Kassel Calden ist in diesem Jahr zumindest noch keine große Konkurrenz für uns.
Was sagen sie zur Entwicklung des Quax-Clubs?
Nessel: Der Quax-Club hat sich am Flughafen super entwickelt. Wir sind total begeistert, dass sich der Club hier angesiedelt hat. Wir haben den Quaxhangar gebaut und den Club als großen Mieter gewonnen. Sie flogen früher am Flughafen Dortmund. Es ist eine totale Bereicherung für den Flughafen. Sie haben tolle Flugzeuge und die Leute sind sehr interessiert und es kommen immer mehr Flugzeuge. Sie entwickeln sich prächtig!
Werden die Flugbewegungen in den nächsten Jahren steigen?
Nessel: Ja, wir gehen grundsätzlich davon aus, dass der Flugverkehr weiter wächst. Die Flugbewegungen sind nicht gleichzusetzen mit den Passagierzahlen. Viele Flugbewegungen sind mit kleinen Flugzeugen, weshalb nur wenige Passagiere gemessen werden können.
Hat der Flughafen eine sichere Zukunft?
Nessel: Ja, da gehen wir fest von aus. Es gab viele Höhen und Tiefen, aber wir haben uns wirtschaftlich gut aufgestellt, sodass wir der Zukunft mit positiven Blicken entgegensehen können.

Lukas Rieländer, Robin Ptasinski, Klasse 8b, Städt. Gymnasium Erwitte

 

Im Eiltempo durch den Hindernisparcours

Agility – Sportliches Workout für Hund und Herrchen

Erwitte –  Hunde springen begeistert über Hindernisse und das in einem Tempo, bei dem das Herrchen kaum hinterher kommt. Sechs Schülerinnen des Städtischen Gymnasiums Erwitte haben mit Kerstin Caspari, der ersten Vorsitzenden des Clubs der Hundefreunde Lippstadt, ein Interview über Agility geführt.
Was ist eigentlich Agility? „Agility ist eine Hundesportart, in der es darum geht, schnell einen Parcours mit vielen Hindernissen und möglichst ohne Fehler zu durchlaufen“, antwortete Kerstin Caspari, die schon seit zwölf Jahren im Club tätig ist. Ursprünglich kommt Agility aus England. 1980 kam es dann auch nach Deutschland. Seitdem wird diese Hundesportart in Deutschland immer bekannter und beliebter, da es die Beziehung zwischen Hund und Mensch fördert und Spaß macht.
Immer mehr Menschen besitzen einen Hund mit dem sie etwas unternehmen wollen. Agility kann als Hobby oder als Sport in Form eines Wettbewerbes ausgeführt werden. Bei den Wettbewerben gibt es verschiedene Größenklassen für große und kleine Hunde. Die Hunde fangen in der Leistungsstufe A1 an, dort müssen sie den Parcours fünfmal fehlerfrei absolvieren. Wenn sie dies geschafft haben, kommen sie in die Leistungsstufe A2. A3 ist die höchste Leistungsstufe.
Zu beachten ist, dass der Hund gesund sein und ein Mindestalter von 18 Monaten haben muss, da vorher die Gelenke noch nicht ganz ausgereift sind. Bevor er mit Agility beginnen kann, muss er mit 15 Monaten eine Begleithundeprüfung absolvieren. Das Training ist je nach Trainer, Reife und Größe des Hundes unterschiedlich.
Maxine Niggenaber, die zusammen mit ihrem Hund Scotty schon seit zwei Jahren hobbymäßig Agility macht, ist davon sehr begeistert. „Uns beiden macht Agility sehr viel Spaß. Agility ist genau das Richtige für Scotty, da er sehr temperamentvoll ist“, sagt sie.

Sophie Möllenberg, Alina Heß, Maxine Niggenaber, Pia Mönninghoff, Vanessa Hense, Celina Kaupmann, Klasse 8d, Städtisches Gymnasium, Erwitte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pauker der anderen Art…

“Fack ju Göhte”: Schauspieler Elyas M´Barek als Lehrer wider Willen

Kreis Soest  – Elyas M´Barek wird in „Fack ju Göhte“ Aushilfslehrer für die Chaosklasse der Goethe-Gesamtschule. Die altbekannte Story ist dank hochkarätiger Schauspieler ein Riesenerfolg. Zeki Müller (Elyas M’Barek) ist gerade erst aus dem Knast entlassen worden und möchte mit seiner Beute ein neues Leben anfangen, doch da gibt es ein Problem: Seine beste Freundin Charlie (Jana Pallaske) hat sein Geld auf einer Baustelle vergraben, worauf jetzt ausgerechnet die Turnhalle der Goethe-Gesamtschule steht. So bewirbt er sich als Hausmeister, wird aber aufgrund eines Versehens als Aushilfslehrer eingestellt. Durch seine unzimperlichen Lehrmethoden bekommt er sogar die Chaotenklasse in den Griff, welches die überkorrekte Referendarin Lisi Schnabelstedt (Karoline Herfurth) ziemlich beeindruckt. Doch als sie sein wahres Vorhaben erkennt, ist es bereits zu spät, denn da ist sie dem Aushilfslehrer schon hoffnungslos verfallen. So sind Chaos und eine komplizierte Romanze vorprogrammiert…
Nach dem Riesenerfolg „Türkisch für Anfänger“ drehen Autor und Regisseur Bora Dagtekin und Schauspieler Elyas M´Barek wieder zusammen. Ihr neuer Film „Fack ju Göhte“ bedient sich an altbekannten Schulklischees, mit viel „dirty“-Humor und einer komplizierten Romanze zwischen den Hauptfiguren.
„Fack ju Göhte“ und „Türkisch für Anfänger“ gleichen sich in vielen Gesichtspunkten, ein Beispiel dafür sind auch die Hauptfiguren, welche fast die gleichen Charakterzüge haben: Zeki und Cem als Machos, die sich besonders gleichen, da sie beide von Elyas M´Barek gespielt werden, und Lisi (Karoline Herfurth) und Lena (Josefine Preuß) als Perfektionistinnen. Mit diesen Gegensätzen sind Missverständnisse und Meinungsverschiedenheiten fast eine Selbstverständlichkeit, wodurch in beiden Filmen viel gestritten wird.
„Fack ju Göhte“ hebt sich zusätzlich durch übertriebene Jugendsprache ab. Beide Filme ähneln sich sehr, sind jedoch durch die hollywoodreife Schauspielleistung – jeder auf seine eigene Weise – mitreißend, lustig und originell verfilmt. „Fack ju Göhte“ ist ab 12 Jahren freigegeben, aber nicht nur Schüler, selbst Lehrer können sich diesen Film ansehen, denn der Schulalltag von „Fack ju Göhte“ wird so übertrieben dargestellt, dass selbst diese sorglos darüber lachen können und bemerken, wie nett ihre Schule doch eigentlich ist.
Wir würden diesen Film mit acht von zehn Punkten bewerten, da die Witze ab und zu etwas zu übertrieben sind, sodass es „sogar der Letzte versteht“ und die Story schon ziemlich abgegriffen ist. Trotzdem wurde genau das richtige Maß an Spaß und Ernsthaftigkeit gefunden, was den Film unserer Meinung nach unbedingt sehenswert macht. In „Fack ju Göhte“ ist gute Laune vorprogrammiert und viele gute Witze sind garantiert.
Pauline Harlinghausen, Kira Schmitz, Joanna Baumeister, Klasse 8b, Städtisches Gymnasium, Erwitte

 

 

Football, Wrestling und Co.

Über verrückten Sport aus Amerika

Erwitte  –  Die Amerikaner feiern ihre verrückten Sportarten: American Football, NASCAR (National Association for Stock Car Auto Racing) und Wrestling – eine Showkampfsportart, bei der der Sieger schon vor dem Kampf feststeht.
American Football ist, wegen des brutalen Körpereinsatzes, eine der beliebtesten Sportarten in den USA. Es ist nicht anstrengender als Fußball, weil es ca. 30 Spieler im Team und viele Pausen gibt, aber es ist viel brutaler. Das Ziel ist es, den Ball in die gegnerische Endzone zu befördern oder ein Field Goal zu schießen. Das ist eine Art Punkte zu erzielen, indem man den Ball mit dem Fuß durch die Torstangen schießt. Fabio Mattina, Schüler des Städtischen Gymnasiums Erwitte, war selbst als Austauschschüler in den USA. Dort spielte er Football und berichtet, dass in der Schule heiß über die Vereine diskutiert wurde. Auf dem Platz gab es oft heftige Schlägereien, bei denen es auch schon viele Verletzungen gab.
Keine fliegenden Bälle, sondern fliegende Autos gibt es bei NASCAR. NASCAR an sich ähnelt der Fernsehsendung „TV Total Stock Car Crash Challenge“, die auf Pro 7 zu sehen ist. Der Unterschied ist nur, dass es in Amerika eine anerkannte Sportart ist. Bei den Rennen passieren meist heftige Unfälle mit schweren Verletzungen. Laut Fabio Mattina ist die Beliebtheit dieser Sportart vergleichbar mit der Formel 1 in Deutschland. Die Fans sind hauptsächlich unter Erwachsenen zu finden.
Schwer verletzte Leute gibt es nicht nur bei NASCAR, sondern auch beim Wrestling. Es ist eine Showkampfsportart und in Amerika sehr populär. Der beste Wrestler heißt Undertaker. Der Name bedeutet auf Deutsch Leichenbestatter. Sehr spannende Kämpfe sind die Sonderkämpfe wie „Money in the Bank“. Dabei muss der Wrestler mithilfe einer Leiter zu einem in der Luft hängenden Koffer mit Geld kommen. Die beste Attacke ist der „six-one-nine“ von Rey Misterio. Dabei legt er den Kopf des Gegners in die Seile des Rings und schwingt sich dann durch die Seile um den Gegner mit den Füßen an den Kopf zu treten.

Kai Kuczynski, Michael Becker, Jonas Levenig, Jan Müller, Alexander Viethen, Klasse 8d, Städtisches Gymnasium, Erwitte

 

 

Zwischen Biathlon, Ski und Menschenrechten

Olympische Winterspiele in Sotschi: Wer schaut das Sportereignis im TV?

Erwitte   –  Wer schaut die Winterspiele im TV? Welche Sportarten werden am meisten mitverfolgt? Ist Russland überhaupt als Ausrichter der Olympischen Winterspiele geeignet? Diese Frage stellen sich viele Leute, auch im Kreis Soest, bevor die 22. Olympischen Winterspiele, die mit einem Geldaufwand von 37 Milliarden Euro auch die teuersten der Olympiageschichte sind, am 7. Januar mit dem Anzünden des olympischen Feuers im Olympiastadion in Sotschi beginnen. Zu diesem Thema haben die „Zeitung macht Schule“-Nachwuchsjournalistinnen Sarah, Annika und Caroline verschiedenen Leuten unterschiedlichen Alters drei Fragen gestellt.
Bei dieser Umfrage kam heraus, dass Kinder eher weniger das Event im Fernsehen verfolgen, so die Schülerin Hanna Stratmann (10): „Ich schaue kaum, weil mich das nicht interessiert.“ Wohingegen Jugendliche und Erwachsene schon eher interessiert sind, so Leonie Schmitz (16): „Ich gucke Skifahren am liebsten, da ich auch selbst Ski fahre.“ Genauso Lehrer Matthias Blome (40): „Biathlon finde ich am spannendsten, weil die Führung häufig wechselt.“ Auf die Frage, ob Russland ein geeigneter Gastgeber sei, gingen die Meinungen zwischen den Jüngeren und Älteren erneut auseinander. Hanna Stratmann (10) meinte: „Ich habe mich mit diesem Thema noch nicht auseinandergesetzt.“ Wohingegen Leonie Schmitz und Matthias Blome derselben Meinung waren: „Man hätte vor der Vergabe des Rechts zur Austragung der Winterspiele prüfen sollen, ob die Menschenrechte in dem Gastgeberland eingehalten werden“, so Leonie Schmitz. Dies zeigt, dass viele Leute Russland als Gastgeber infrage stellen und sehr kritisch sehen.

Sarah Dicke, Annika Schwarz, Caroline Glöckner, Klasse 8b, Städtisches Gymnasium, Erwitte

 

Auswege aus der Handy-Sucht

Wenn ohne das Mobiltelefon nichts mehr läuft

Erwitte   –  In Deutschland ist fast jeder Jugendliche süchtig nach seinem Smartphone. Doch ist es schon eine Sucht, wenn man permanent erreichbar sein muss? Was kann man tun, wenn man nicht mehr vom Smartphone wegkommt? Dies fragen sich wahrscheinlich viele Menschen auf der Welt. Laut Statistiken sind ungefähr 500 000 Menschen in Deutschland süchtig nach ihrem Smartphone. Bei einer Umfrage an unserer Schule haben wir 22 Leute im Alter von 13 bis 27 Jahren zu diesem Thema befragt.
Von den Befragten besitzen 77 Prozent ein Smartphone, welches durchschnittlich 100 Minuten am Tag benutzt wird. Auf die Frage, warum sie es so oft benutzen, gab es keine genaue Antwort doch manche benutzen es zum Zocken, zum Beispiel „Doodle Jump“. Manche Leute meinen, ständig erreichbar sein zu müssen und legen sogar beim Essen im Restaurant ihr Smartphone auf den Tisch. Wer solche Sachen macht gilt als handysüchtig. Symptome für Handy-Sucht sind auch innere Unruhe, wenn man das Handy nicht parat hat oder Entzugserscheinungen.
Helfen kann dabei, auf ein Tastenhandy oder ein älteres Modell ohne Internetzugang umzusteigen. Zusätzlich gibt es im Internet Seiten, auf denen man Tipps bekommen kann, wie man sich von der Handy-Sucht befreit. Eine weitere drastische Lösung wäre, zu einem Psychologen zu gehen und Sitzungen zu beantragen. Leute aus dem näheren Umfeld können dabei auch sehr hilfreich sein.
In einem Interview wurde die Schulpädagogin am Städtischen Gymnasium in Erwitte gefragt, was man tun könnte, wo man sich Hilfe holen kann und was solche Suchtverhalten auslösen könnte. Was laut ihr auf jeden Fall hilft, ist Hilfeleistung der Familie. Zur Not kann man sich auch bei einer Erziehungsberatungsstelle, bei einem Arzt oder bei (Schul-)Pädagogen und/oder Psychatern melden. Wichtig ist, dass man niemals alleine mit so etwas steht. Also sollte man auf jeden Fall Leuten helfen, die Probleme mit Smartphonesucht haben.
Gründe für diese Suchtverhalten sind zum Beispiel, dass man aus der realen Welt fliehen will – wegen sozialen, familiären oder schulischen Problemen.

Mario Blanke, Lukas Mücke, Max Hanzelmann, Klasse 8b, Städtisches Gymnasium, Erwitte

 

Selbstverteidigung für Jedermann

Wing Tsun – Ein Kampfsport aus China

Kreis Soest  –  Viele Leute kennen Judo oder Karate. Aber haben sie schon mal etwas von Wing Tsun gehört – einer Kampfsportart aus dem Süden Chinas?
Bei Karate fixiert man zum Beispiel die Kraft und Energie seines Körpers auf einen bestimmten Punkt des Gegners. Bei Judo wird der ganze Körper zur Waffe, wie durch Würfe und Rollen um den Gegner zu besiegen oder ihm auszuweichen. Wing Tsun aber hat mit diesen Techniken nicht viele Gemeinsamkeiten. Beim Wing Tsun wird auch nicht viel Kraft benötigt, man setzt nur die Kraft des Gegners gegen ihn selber ein.
Wing Tsun hat auch eine eigene Legende, welche besagt, dass eine Nonne vor etwa 200 bis 300 Jahren durch den Kampf zweier Tiere einen Kampfstil entwickelte habe, den sie an ein Mädchen weitergab, das diese Art von Kampf besonders benötigt habe. Der Name dieses Mädchens lautete Wing Tsun. 300 Jahre sind schon eine lange Zeit, jedoch zählt Wing Tsun damit zu den jüngsten aller Kampfstile. Über diese Zeit wurde es oft weitergegeben bis zum heutigen Tag.
Wenn ein Mensch Wing Tsun trainiert, macht er damit Kung Fu. Bestimmt wissen sie nicht, was Kung Fu ist oder bedeutet. Übersetzt bedeutet Wing Tsun „schöner Frühling“ und Kung Fu „harte Arbeit“. „Wenn man vor sich und anderen keine Disziplin oder Respekt zeigt, wird man nie gut Wing Tsun können“, sagte Trainer Erhard Jochem. Respekt und Disziplin wird im Wing Tsun großgeschrieben. Dabei haben alle Wing Tsun- Schulen ihre Regeln und Vorsätze. Somit sind Beleidigungen und undiszipliniertes Verhalten in den Wing Tsun-Schulen nicht erwünscht.
Erlernen kann man Wing Tsun in jedem Alter. Ob groß oder klein jeder kann Wing Tsun lernen, wenn man es nur wirklich möchte. Wing Tsun-Schulen gibt es im Kreis Soest in Erwitte und Soest. Natürlich besteht Wing Tsun nicht nur aus Kampf, es gibt auch Lehrgänge in denen man zusammen mit verschiedenen Trainern und anderen Schülern sein Wing Tsun verbessern kann. Im Gegenteil zu anderen Kampfkünsten gibt es im Wing Tsun keine Gürtel, sondern Abzeichen, die man am rechten Unterärmel der Uniform trägt.

Erik Blumenröhr, Birk Fischer, Luis Ebbert, Klasse 8b, Städtisches Gymnasium, Erwitte

 

Nur noch ganz schnell etwas nachschauen

Am Computer oder mit dem Smartphone: Wann wird das Surfen im Internet zur Sucht?

Erwitte  –  Zwölf Stunden am Tag im Internet surfen, ist das noch normal? Für die Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren ist das zur Normalität geworden. Dies erwies eine Umfrage in den Klassen 7, 9, Q1 und Q2 des Städtischen Gymnasiums Erwitte (SEG) sowie ein ausführliches Gespräch mit der Sozialpädagogin Doris Fischer. Wann fängt Internetsucht an? Das fragten sich sechs „Zeitung macht Schule“-Nachwuchsjournalistinnen aus der Klasse 8d.
Internetsucht ist weit verbreitet. Eine Sucht erkennt man, wenn die Zeit am Computer oder Handy zunimmt und man nicht mehr frei über sein Handeln entscheiden kann. Die ersten Anzeichen für eine Sucht sind: Aggressivität, Unruhe, Unwohlsein, nur an das Internet denken oder keinen Kontakt mehr zu Mitmenschen haben. Außerdem hat man immer das Gefühl nochmal schnell etwas nachschauen zu müssen.
Laut der Umfrage am SGE nutzt fast jeder zweite Jugendliche das Internet in viel zu hoher Stundenzahl. Durchschnittlich sind die Neuntklässler neun Stunden im Internet und der Großteil sieht bei sich durchaus Suchtpotenzial.
Internetsucht sollte ernst genommen werden. Freunde und Familie der Betroffenen können nicht helfen. „Der Süchtige muss in einer Suchtklinik eine Therapie beginnen und anschließend sollte er sich einer Selbsthilfegruppe anschließen, um nicht ins alte Schema zurückzufallen“, sagt Doris Fischer. „Um einer Sucht vorzubeugen, sollte man einfach mal sein Handy ausschalten, sich mit Freunden treffen oder Sport machen.“ Das heißt aber nicht, dass man das Internet nicht nutzen darf. Am Ende ihrer Recherchen für den Artikel kamen die Schülerinnen zu dem Ergebnis, dass man bei der Internetnutzung sehr gut auf sich achten muss.

Katharina Sprink, Theresa Rieke, Michelle Reger, Svenja Ritz, Angelina Viethen, Laureen Fuhst, Klasse 8d, Städtisches Gymnasium, Erwitte