Zirkus Tausendtraum in der Erich-Kästner-Grundschule Erwitte, zur Verfügung gestellt von Dirk Vaarjes  CF_ZD

Erwitter Grundschulkinder werden zu Zirkusartisten

Die Manege ist dunkel, Popcorn-Geruch erfüllt das Zelt. Ein Spot geht an, Musik ertönt und Clowns starten die Show. 281 Schüler der Erich-Kästner-Grundschule in Erwitte lieferten einen großartigen Auftritt, denn sie waren mithilfe des Circus’ Tausentraums kürzlich Stars in der Manege. Der Zirkus kommt alle vier Jahre an die Schule. Das viertägige Training übernahmen diesmal Ralf Derichs, Jonas Bahrenberg, Michael Prosi und Carsten Risse. „Das wichtigste am Circus Tausendtraum ist, dass alle Kinder Spaß haben und sie so auch pädagogisch fördert.“, sagte Geschäftsführer Derichs. „Die künstlerischen Fähigkeiten der Kinder werden unter Beweis gestellt:“, so Zuschauerin Bianca Niehüser. Fakire, Akrobaten und Clowns sowie Artisten, Zauberer und Jongleure zeigten 300 Zuschauern ihr Talent. Lena Isaak, eine Zuschauerin, fand, dass die Kinder sich entfalten können. Schüler Erik Wiese gefiel, dass jeder sein Talent zeigen konnte. Um den Zirkus zu finanzieren, hatten die Kinder einen Sponsorenlauf organisiert. Zudem steuerten Vereine, Firmen und Stiftungen Geld bei. „Wir sind und bleiben Tausendträumer“, schwärmte Schulleiterin, Jutta Brüggeshemke.

 von Lioba Meyer,
    Jay Morgan,
    Denise Peters und
    Luca Weber
    Klasse 8a,
    Städtisches Gymnasium
    Erwitte

Schulungen vermeiden Tier-Stress

Das passiert mit einem Pferd beim Reitturnier

Erwitte:  Der Duft von Heu, Lautsprecherdurchsagen und perfekt geputzte Pferde mit bunten Schleifen laufen über den Platz: ein typischer Turniertag. Wie viel Arbeit hinter solch einem Event steckt, das haben die ZiSch-Nachwuchsreporterinnen Kira Schmitz, Lara Kaufmann, Lena Hoffmann und Helen Falkenberg recherchiert.
In erster Linie steckt viel Training und Arbeit dahinter. Von Pferd zu Pferd ist das Ausmaß des Stresses während eines Turniers unterschiedlich, da jeder Vierbeiner anders auf die Situation bei einem Turnier reagiert. Das liegt unter anderem am Alter und der jeweiligen Trainingsmethode.
Ein junges Pferd sollte immer von einem erfahrenen Reiter geritten werden, da er ihm Sicherheit gebe, erklärte Anne-Marie Kessing, Wartin der Erwitter Reitanlage. Kessing reitet seit 34 Jahren und ist ca. 60 Dressurturniere bis zu den Leistungsklassen M/L geritten. Kessing gibt an, dass Reiter Stresssituationen vermeiden können, indem sie Gelassenheitstraining (Schulung der Pferde für unbekannte Situationen) und Bodenarbeit (Übungen am Boden, die das Vertrauensverhältnis zwischen Reiter und Pferd stärken) absolvieren. Außerdem sei eine gute Ausbildung von Vorteil. Beruhigung verschaffen zudem Futtermischungen mit Bachblüten und auch Massagen. Klar sei ein Turniertag auch stressig. Aber wie extrem dieser ausfällt, liege am Besitzer. Für Pferde, die oft Turniere reiten, werde es Normalität, so Kessing.

 von Kira Schmitz,
    Lara Kaufmann,
    Lena Hoffmann und
    Helen Falkenberg,
    Klasse 8d,    
    Städtisches Gymnasium,
    Erwitte

Foto Uwe Feichtinger vom Turnier in Rüthen CF_HOK

Der Unterricht mit Flüchtlingskindern

Ehrenamtliche geben in Ferien Deutsch-Stunden

Erwitte/Anröchte:  Die Flucht nach Deutschland ist gelungen, der Asylantrag ist erfolgreich gestellt. Wie geht es weiter für Flüchtlinge, die es bis nach Deutschland geschafft haben und besonders die Kinder unter ihnen? Bereits seit vergangenem März werden Flüchtlingskinder auch am Städtischen Gymnasium Erwitte (SGE) unterrichtet. Vier Schüler aus der achten Klasse befassten sich mit der speziellen Lehr- und Lernsituation.
„Es ist kompliziert den Kindern die deutsche Sprache beizubringen. Die ersten Flüchtlinge kamen sehr kurzfristig, sodass wir wenig Zeit hatten, uns für die Flüchtlinge vorzubereiten“, sagt Wiebke Finster, Lehrerin des SGE. Sie leitet den Deutschunterricht für Flüchtlinge und hat ihnen gemeinsam mit Oberstufenschülern sogar in den Sommerferien ehrenamtlich Unterricht gegeben.
Spaß an der neuen Sprache ist wichtig
Sobald Flüchtlinge im schulfähigen Alter in einer Gemeinde in NRW ankommen, sind sie schulpflichtig. Im Unterricht wird bei Verständnisfragen viel mit Mimik und Bildern gearbeitet. Jedes Kind bekommt ein Wörterbuch, in das es jederzeit reinschauen kann.
Spaß steht bei den Kindern sowie bei den ehrenamtlichen Lehrern und Oberstufenschülern im Vordergrund. So lassen Erfolgserlebnisse nicht lange auf sich warten. Die Flüchtlingskinder bekommen genau wie die deutschen Schüler Zensuren und Zeugnisse. Sie nehmen vorerst an einem intensiven Deutschkurs teil, am Sportunterricht, an Musik und Englisch. In diesen Fächern können sie dem normalen Unterricht leicht folgen. Die Flüchtlingskinder berichten, dass sie sich am SGE wohl fühlen und froh darüber sind, dort zu sein.
Zurzeit befinden sich 270 000 Flüchtlingskinder in Deutschland, ihre Zahl steigt täglich. Aber um alle von ihnen unterrichten zu können, müssten mehr neue Lehrkräfte eingestellt werden.

von Nick Dörr,
    Erik Müller,
    Georg Reuter und
    Lukas Große-Thie,
    Klasse 8d,
    Städtisches Gymnasium,
    Erwitte

 

Flüchtling, Asyl, Asylbewerber, Foto: dpa REPRO manuell 180

Foto: dpa

Fußballsticker gibt es nicht nur von Profis

Anröchte:  „Sammeln Sie auch die Sticker?“, fragt die Verkäuferin im Rewe. Mit über 100 000 verkauften Aufklebern seit dem 20. September (Stand: Mitte November) war das Fußballsticker-Projekt des TuS 06 Anröchte eine große und erfolgreiche Aktion.
Alle Mannschaften von der G-Jugend bis zu den alten Herren sind in dem Album vertreten. Luis Schmidt aus der C2-Jugend Anröchtes erzählte, er befürworte die Aktion, da es so etwas noch nie von dem eigenen Verein gegeben habe. Ein anderes Mitglied des TuS 06 Anröchte sagte: „Ich finde, dass die Sticker statt 75 Cent nur 50 Cent kosten sollten. Ich fand die Aktion aber trotzdem gut.“
Wie bei großen Sammelaktionen – etwa der zur letzten WM – konnten Interessierte wochenlang über 400 Sticker erwerben und in Alben kleben. Die Anröchter Aktion sollte dazu beitragen, dass Sammler die verschiedenen Mannschaften und Spieler besser kennenlernen. Während des gesamten Projektes gab es auch drei Tauschbörsen, bei denen die Sammler Sticker mit anderen Menschen austauschen konnten. Mittlerweile ist die Aktion beendet.

 von Luis Schmidt und
    Daniel Kortmann,
    Klasse 8d,
    Städtisches Gymnasium,
    Erwitte

Wer turnt, braucht Teamgeist

Zwei Sportarten im direkten Vergleich

Erwitte/Anröchte: Sportlich aktiv zu sein, ist für viele heutzutage wichtig. Doch wie findet jeder den richtigen Sport für sich? Vier Schüler des Städtischen Gymnasiums Erwitte haben sich mit zwei Möglichkeiten, Sport zu treiben, beschäftigt: dem Fitnessstudio und dem Turnen.
Beim Turnen werden Koordination, Leistungsfähigkeit und Können trainiert. Alles ist gut miteinander kombinierbar. Für viele Turner ist ihr Sport nicht nur ein Hobby sondern etwas ganz Besonderes, wie die Leistungssportlerin Johanna Himmel (15) erklärt: „Turnen bedeutet für mich sehr viel. Es gehört eigentlich schon zu meinem Leben dazu.“
Ernähren mit viel Eiweiß und wenig Fett
Turnen sei mehr als nur an Geräten herum zu schwingen. Es bedeute Zusammenhalt, Teamgeist und vor allem bedeute es, gut mit Nervosität umgehen zu können. Außerdem gehöre es dazu, seine Stärken genau zur richtigen Zeit einsetzen zu können, sagt Johanna Himmel.
Wer gute Leistungen erbringen möchte, der muss besonders seine Fitness trainieren und sehr auf seine Ernährung achten. „Ich persönlich halte mich an Richtlinien. Ich versuche eiweißreich, fettarm und kohlenhydratreich zu essen“, sagt der 18-jährige Liam Heegt, der selbst oft das Fitnessstudio besucht. Beim Fitnesstraining geht es eher darum an seine persönliche Grenze zu stoßen und seine Schwächen auszubessern.
Abschließend bleibt Turnern und auch Fitnessstudio-Gängern nur zu sagen: Viel Spaß beim Training.

 von Laura Westhoff,
    Jannes Henning,
    Lisa Kuckuck und
    Julia Voßbein,
    Klasse 8d,
    Städtisches Gymnasium,
    Erwitte

0522sports Fitnessstudio sports place Foto: Meschede

 

Von Sportmuffeln und Sportskanonen

Umfrage zu Bewegungsmotiven und -arten

Anröchte:  Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse treibt nur etwa die Hälfte der deutschen Bevölkerung Sport – trotz steigender Mitgliedszahlen in Sportvereinen. Wie die Lage vor Ort aussieht, das haben vier ZiSch-Nachwuchsreporter bei Sportskanonen und
-muffeln ergründet.
Manuela Brüggemann (53) sagt, dass sie keine Lust habe, Sport zu treiben. Sonja Maszon treibt keinen, weil ihr die Zeit fehlt. Astrid Korbmacher (46) hingegen macht Aqua-Gymnastik und geht walken. Manuela Jäger findet, dass Sport wichtig für ihre Gesundheit sei. Andrea Bock (49) macht Sport, da es ihr Spaß macht und es ihr Hobby ist. Der positive Nebeneffekt: Sie bleibt fit. Thomas Topp (47) geht joggen, weil es ihm Spaß macht und es gut für seine Gesundheit sei. Alle zuletzt Genannten sind mittleren Alters und nutzen Sport demnach als „Gesundheitsversicherung“.
Und was motiviert jüngere Menschen zum Sport? Kevin Schreier (14) spielt Fußball, weil es ihm Spaß macht. Florian Levenig (13) kann das nur bestätigen. Er findet zudem, dass sich Sportler besser bewegen. Jenny Bergmooser (17) beispielsweise geht zwei- bis dreimal pro Woche ins Fitnessstudio.
Die beliebtesten Sportarten sind Fitness, Wandern und Schwimmen, wobei die jüngeren der befragten Menschen eher Fitness machen, ältere eher schwimmen gehen.

   von Julian Brunnert,
    Florian Levenig,
    Isabel Razlaf und
    Sara Schürmann,
    Klasse 8a,
    Städtisches Gymnasium,
    Erwitte

Schwimmen REPRO manuell 180

Raumschiffe, Kämpfe und Lichtschwerter

In zwei Wochen startet der neue Star-Wars-Film

Erwitte/Anröchte:  Bald schon wird der Lichtschwertkampf weitergehen, neue Charaktere mischen das alte Konzept auf: Gespannt erwarten Jedi-Freunde den Donnerstag, 17. Dezember, um den neuen Star-Wars-Film „Das Erwachen der Macht“ im Kino zu sehen. Die Fans werden für 136 Minuten in eine andere Galaxie eintauchen.
Jeffrey Jacob Abrams (49) hat den ersten Film einer neuen Star-Wars-Triologie abgedreht. Nach 30 Jahren taucht ein neuer Bösewicht auf, der Darth Vaders Werk vollenden möchte. Neue wie auch alte Charaktere bekämpfen die dunkle Seite der Macht, darunter auch ein neuer Droide (BB-8).
Die Filmreihe spreche jede Altersklasse an. Sie sei zur Entstehungszeit etwas Neues war und damit besonders gewesen, meint Steve Blobel, ein Fan der Star-Wars-Reihe. In Erwitte befragte Fans geben an, dass sie hoffen, der alte Stil werde beibehalten.
Die siebte Episode wurde, wie auch die anderen Teile, größtenteils in den Vereinigten Staaten produziert. In Fan-Kreisen sind die Erwartungen an den Film sehr hoch, da auch die anderen Episoden sehr gut gewesen sind und mit der heutigen Technik noch einmal sehr viel mehr Spezialeffekte möglich wären. Bereits jetzt bahnt sich allein beim Kartenvorverkauf für „Das Erwachen der Macht“ ein Rekord an. Der Film ist ab einem Alter von zwölf Jahren freigegeben.

von Anna Hungershöfer,
    Anna-Sophie Renning,
    Lynn Heuken und
    Soraya Dietz,
    Klasse 8d,
    Städtisches Gymnasium,
    Erwitte

Kunst aus der Pistole

Schulklasse wirft Blick hinter die Kulissen von Airbrush-Unternehmen

Erwitte: Auf den Weg ins Erwitter Gewerbegebiet Nord hat sich die Klasse 8c des Städtischen Gymnasiums Erwitte gemeinsam mit ihrem Deutschlehrer Andreas Ladda gemacht. Ziel des Ausflugs: das Atelier Ek.
Wer kennt sie nicht, die bunt angemalten Karussells und Kirmeswagen? Doch, wie entstehen solche Kunstwerke eigentlich? Das zeigte Joana Ek, Creative Director und Tochter des Unternehmers Bruno Ek, den Schülern bei ihrem Besuch. Ein dreijähriges Mediendesign-Studium und eine Menge künstlerisches Talent sind nötig, um in diesem Bereich erfolgreich zu sein. Die Schüler überzeugten sich in der Produktionshalle auch gleich vom Talent Eks.
Warum sie lieber in dem Airbrush-Unternehmen als in einer großen Werbeagentur arbeitet, begründete sie damit, dass es ihr mehr Spaß mache, die Tradition des seit 30 Jahren existierenden Familienbetriebes weiterzuführen.
Angefangen habe alles damit, dass Vater Bruno für einen Kirmesunternehmer ein Kassenhäuschen designed habe. Dadurch sei die Idee aufgekommen, ein Atelier zu gründen. Zehn Mitarbeiter gibt es mittlerweile in dem Betrieb, der vorwiegend für deutsche Schausteller arbeitet, aber auch Aufträge aus dem Ausland erhält.
Die Fragen, wie groß die Malereien seien, wie lange sie an ihnen arbeite und was sie alles bei einem Auftrag zu machen habe, beantwortete Ek am Beispiel ihres aktuellen Projekts für ein Karussell namens Heroes, das Bemalungen auf einer Fläche von rund 120 Quadratmetern erhält. Zunächst äußert der Auftraggeber seine Vorstellungen. Innerhalb einer Woche entwickeln Ek und ihre Mitarbeiter am Computer einen Design-Entwurf, den sie dem Kunden zuschicken. Wenn ihm dieser gefällt, geht die Arbeit los. Die Fertigstellung des Heroes werde rund zweieinhalb Monate brauchen, schätzt Ek.
Es gibt Airbrusher, die die Entwürfe ausschließlich per Hand umsetzen, andere Mitarbeiter lassen die Entwürfe hingegen zunächst von einer Maschine, einem sogenannten Art-Robo, mit einer nur geringen Farb-Deckkraft auf Metallplatten zeichnen und überarbeiten die Vorzeichnungen dann mit ihren Spritzpistolen.
Die Platten werden mit Farbpistolen, die mit Luftdruck betrieben werden, angemalt. Die wasserlöslichen Farben werden zum Schluss mehrfach mit einem Klarlack übersprüht.
Schließlich probierten sich Schüler und Lehrer selbst an der Spritzpistole aus. Fazit: Es ist gar nicht so einfach, etwas Ansehnliches zustande zu bringen.

 von der Klasse 8c,
    Städtisches Gymnasiums,
    Erwitte

Fotos sind von Lena Antaris , Klasse 8c des Städtischen Gymnasiums Erwitte, Airbrushing statt Unterricht Ein Blick hinter die Kulissen der Airbrush-Gestaltung Erwitte Am 17.11.2015 machte sich die Klasse 8c des Städtischen Gymnasiums Erwitte mit ihrem Deutschlehrer, Herrn Ladda, auf den Weg ins Erwitter Gewerbegebiet Nord, um das Airbrush-Unternehmen „Atelier Ek“ zu besuchen. CF_HOK

Drei Tage ohne Essen und ohne Trinken

Schüler ergründen Leben eines Flüchtlings

Anröchte: Menschen, die aus anderen Ländern fliehen, gibt es längst auch in Anröchte. ZiSch-Nachwuchsreporter haben sich angesehen, wie sie in der Haargemeinde leben und was Ehrenamtler leisten.
Aktuell sind 170 Flüchtlinge in Anröchte und den Ortsteilen untergekommen. Sie leben in Wohnungen, Übergangsheimen und der Südhalle des Bürgerhauses. Hilfe bekommen sie von der ehrenamtlichen Initiative „Integration vor Ort“, kurz InvO. 60 bis 70 Freiwillige leisten Fahrdienste, geben Sprachkurse, statten Besuche ab, besorgen Fahrräder und sorgen für das allgemeine Wohl der Flüchtlinge. Bei der Sprechstunde, die jeden Montag von 17.30 bis 18.30 Uhr stattfindet, besprechen die Helfer Probleme und Anliegen.
Ein irakischer Flüchtling – er ist 39 Jahre alt und möchte anonym bleiben – erzählt, dass er als Fliesenleger mit seiner Frau, seinem Sohn (3) und seiner Tochter (5) ein glückliches Leben geführt hat, bis der Islamische Staat (IS) in sein Dorf gekommen sei und ihm Haus und Geld weggenommen habe. Als der IS alle Christen seines Dorfes vor die Wahl gestellt habe, Muslime zu werden oder zu sterben, entschied er sich, mit zwei Freunden zu fliehen. Der Iraker möchte sich ein Leben in Sicherheit aufbauen und seine Familie nach Deutschland holen. Er war zwölf Tage auf der Flucht. Die letzten drei davon hatte er nichts zu essen und zu trinken. Der 39-Jährige fuhr per Bus durch die Türkei, ging danach zu Fuß durch Bulgarien, Serbien, Ungarn und Österreich und erreichte schließlich Deutschland.

 von Lennart Levenig,
    Luisa Levenig,
    Jan-Niklas Tesmann und
    Jule Reimann,
    Klasse 8a,
    Städtisches Gymnasium
    Erwitte

Stressiges Vergnügen

Umfrage zu Ganztag und getakteter Freizeit

Erwitte: Abi in zwölf statt 13 Jahren und überall sprießen mehr und mehr Ganztagsschulen aus dem Boden: Angesichts dieser Situation hat unsere Zeitung nachgefragt, ob die Freizeit heutiger Schüler in Stress ausartet.
Lauren Hoffmann (13) kommt nach neun Stunden Schule nach Hause und erreicht, nachdem sie ihre Sachen für den Musikunterricht schnell zusammen gepackt hat, auf den letzten Drücker ihre Stunde. Nach dieser bereitet sie sich auf den nächsten Tag vor und geht erschöpft zu Bett.
Jan Kent (10) aus der 5d des Städtischen Gymnasiums Erwitte gibt an, dass er wegen des Ganztags zu wenig Zeit für Hobbys habe. „Entweder es ist zu spät, oder ich bin zu müde“, sagt er. Seine Mutter Petra Kent (40) sagt, sie finde den Ganztag gut, denn arbeitende Eltern wüssten, dass die Kinder in der Schule gut aufgehoben sind. Ein Nachteil seien jedoch die vielen Hausaufgaben, die die Kinder aufbekämen.
Giselle Hoffmann (12, Antonius-Gymnasium) und Evelyn Fischer (13, Gymnasium Schloss Overhagen) die keine Ganztagsschule besuchen, sind zufrieden mit ihrer Freizeit. Beim Ganztag sähe das sicher anders aus, räumten sie ein.
Die Meinungen zum Ganztag sind geteilt. Laut Studien des Freizeit-Monitors nimmt der Freizeitstress in der Gesellschaft generell zu, da sich Kinder wie Erwachsene ihre freie Zeit zunehmend eng takten. Jan und Petra Kent, Evelyn Fischer und Giselle Hoffmann bestätigten dies aber nicht.

 von Laureen Hoffmann,
    Celina Kent,
    Jana Spiegel und
    Anna Süggeler,
    Klasse 8a,
    Städtisches Gymnasium,
    Erwitte

Laufen YouTube-News Tagesschau Rang ab?

Achtklässler fragen Lehrer, Studenten & Co.

Erwitte/Anröchte  n  Instagram, YouTube, Facebook: Neue Medien sind nicht erst seit gestern auf dem Vormarsch. Aber nutzen Menschen, um sich über die neuesten Nachrichten zu informieren, mittlerweile mehr YouTube-News als die Tagesschau? Das haben ZiSch-Nachwuchsreporter Studenten, Schüler und Lehrer gefragt.
YouTube gucken mittlerweile rund eine Milliarde Menschen weltweit. Über diese Plattform werden viele Nachrichten durch Kanäle vermittelt. Der erfolgreichste deutsche YouTube-Newskanal wird von Florian Mundt betrieben – der YouTube-Szene besser bekannt als „LeFloid“.
Unter anderem wurde er noch bekannter, weil er ein Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel geführt hat. LeFloids Videos sind in den letzten 30 Tagen 9,7 Millionen mal angeklickt worden. Trotzdem hat er laut „SocialBlade“, einer Internetseite für YouTube, einen Verlust von 12,2 Prozent gemacht. Ähnlich wie bei der Tagesschau, die im von 2014 bis heute laut „Spiegel“ rund 450 000 Zuschauer verloren haben soll.
Befragte Lehrer, Schüler und Studenten konnten diesen Trend nicht bestätigen. Alle Befragten gaben an, dass sie die Tagesschau gucken. So sagte zum Beispiel Lehrer Dr. Hauke Haselhorst (42), dass es daran liegen könnte, dass die Tagesschau qualitative und hochwertige Berichterstattung bringe. Und auch Jana Spiegel (13) und Claudia Kretschmer (40) erzählten, dass sie die Tagesschau lieber gucken würden weil dort keine eigene Meinung reingebracht werde. Katharina Rasche (21) erzählte, dass sie keine YouTube-News gucke, aber die Tagesschau hingegen schon, weil Nachrichten dort objektiver dargestellt werden. Trotzdem nerven sie die meisten Themen bei der Tagesschau, weil sie immer wieder wiederholt werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle Befragten lieber die Tagesschau gucken als sich über YouTube zu informieren – obwohl sie Kritik einräumten.

von Marco Dietz,
    Christian Kretschmer,
    Jan Pöppelbaum,
    Juliane Rasche,
    Klasse 8a,
    Städtisches Gymnasium,
    Erwitte

 

Juliane Klug YouTube-News oder Tagesschau, (auf dem Foto ist Henrike zu sehen) REPRO manuell 180

Auch in der Freizeit Deutsch pauken

Erwitter Schüler berichten darüber, wie es den nach Deutschland geflohenen Mitschülern im Alltag vor Ort geht

Erwitte/Anröchte  n Wenn im Fernsehen von Flüchtlingsströmen die Rede ist, scheint das alles immer so weit weg zu sein. Doch auch vor Ort ist das Thema längst angekommen, wie im Falle des Gymnasiums Erwitte.
Die 13-jährige Razan, die 14-jährige Hewa und der 14-jährige Bhmnd sind aus Syrien nach Deutschland gekommen und nun Schüler am Gymnasium Erwitte. Die Mädchen flohen mit Booten über das Meer, Bhmnd fuhr mit dem Lkw. Die drei Syrer sind froh hier zu sein, da sie sich in Deutschland eine gute Bildung und einen vernünftigen Arbeitsplatz erhoffen. Der Junge erzählte, dass er Deutschland schon öfter im Fernsehen gesehen hatte und wusste, dass er es lieben würde. Die drei sind glücklich in Deutschland zu sein, weil sie zu Hause in Syrien in Todesangst leben mussten. Außerdem berichteten sie, dass sie in ihrem Heimatland nicht lernen konnten und so erleichtert sind, an der Erwitter Schule gut aufgenommen worden zu sein. Sie fühlen sich wohl und ihre Mitschüler behandeln sie gut.
Letztere erklärten, dass die Flüchtlingskinder zunächst nur an den Fächern Mathe, Englisch, Sport und Kunst teilnehmen. In der übrigen Zeit besuchen sie die extra eingerichteten Deutsch- Intensivkurse.
Auch in ihrer Freizeit treffen sich die Jugendlichen untereinander und lernen manchmal zusammen Deutsch. Hewa unternimmt auch viel mit ihrer Familie und Bhmnd zeichnet gerne. Mit ihren Klassenkameraden sind sie zum Beispiel über die Kirmes gegangen. Die deutschen Schüler des Gymnasiums wiederum freuen sich, dass es den Mädchen und Jungen aus Kriegsländern an der Erwitter Schule gefällt und es ihnen hier gut geht.

 von Lara Niehüser,
    Emily Strugholz,
    Lara Tölle und
    Alicia Weiß,
    Klasse 8b,
    Städtisches Gymnasium,
    Erwitte

Schulleiter des Gymnasiums Erwitte Auf dem Foto sind von links nach rechts zu sehen: Bhmnd, Lara Niehüser, Emily Strugholz, Razan, Hewa, Lara Tölle, Alicia Weiß REPRO manuell 180

Karussellfahren immer teurer

Schüler ergründen bei Schaustellern, warum Kirmes-Preise immer weiter steigen

Soest:  Bunte Lichter, Karussells und der Duft von frisch gebrannten Mandeln: Auch dieses Jahr waren sie Highlights der Soester Allerheiligenkirmes. Zum 678. Mal strömten die Menschen durch Soest. Die Preise waren alles andere als erfreulich. 3 bis 6 Euro kostete eine Karussellfahrt, mehr als die Jahre zuvor. Aber warum ist das so?
Besucher geben beim Kirmesbesuch im Durchschnitt 10 bis 20 Euro aus. „Die Preise sind in letzter Zeit unverschämt hoch gestiegen. Aber wenn man überlegt, dass die Schausteller davon leben müssen kann ich es irgendwo doch nachvollziehen“, räumte Larissa Jäger ein. ZiSch-Nachwuchsreporter sind der Sache auf den Grund gegangen und haben Patrick Schneider (48) befragt, den Schausteller vom Musikexpress und der Geisterbahn. Er erzählte: „Die Kosten setzen sich aus der Standmiete, Personal- und Strompreisen zusammen. Das Personal ist doppelt so teuer geworden, obwohl es die gleiche Arbeit leistet wie früher.“ Für den Strom bezahlten er und seine Schausteller-Kollegen in Soest einen festen Preis im Voraus. Woanders hingegen werde nur der Strom bezahlt, der auch tatsächlich verbraucht werde.

Guten Morgen Frau Klug, ich bin Beatrice Ködding vom Städtischem Gymnasium Erwitte, aus der 8a. Unsere Gruppe hat sich mit dem Artikel ZISCH_Kein_Geld_für_Kirmes beschäftigt, doch leider haben wir die Bilder falsch eingefügt, so dass sie nicht verwendet werden konnten. Wir wissen, dass der Einsendeschluss gestern war, doch wir würden uns sehr freuen, wenn Sie zumindest eins unser Bilder noch verwenden könnten. Auf dem ersten Bild sieht man die Soester Kirmes. Idee für eine Bildunterschrift: Menschen hier und Menschen da. Volle Gassen auf der Kirmes von Soest. Auf dem zweiten Bild sieht man den Schausteller Patrick Schneider. Idee für eine Bildunterschrift: Schausteller Patrick Schneider (48) leitet seit seinem 16. Lebensjahr den Musikexpress und die Geisterbanh. Ich hoffe, Sie können mit diesen Vorschlägen etwas anfangen. Schönes Wochenende Mit freundlichen Grüßen Beatrice Ködding REPRO manuell 180

In Salzkotten betragen die Gesamtkosten 2 500 Euro, in Soest weit mehr, bestätigte Birgit Kersting vom Soester Kirmesbüro. Patrick Schneider berichtete, dass die Einnahmen auch wetterabhängig seien, da bei Wind und Regen viel weniger Besucher kämen als bei gutem Wetter. Doch die Soester Kirmes, da sind sich alle Beteiligten einig, sei und bleibe trotzdem ein großer Erfolg.

von Eileen Becker,
    Luis Knoche,
    Beatrice Ködding,
    Leonie Roß und
    Alina Westerfeld,
    Klasse 8a,
    Städtisches Gymnasium,
    Erwitte

Guten Morgen Frau Klug, ich bin Beatrice Ködding vom Städtischem Gymnasium Erwitte, aus der 8a. Unsere Gruppe hat sich mit dem Artikel ZISCH_Kein_Geld_für_Kirmes beschäftigt, doch leider haben wir die Bilder falsch eingefügt, so dass sie nicht verwendet werden konnten. Wir wissen, dass der Einsendeschluss gestern war, doch wir würden uns sehr freuen, wenn Sie zumindest eins unser Bilder noch verwenden könnten. Auf dem ersten Bild sieht man die Soester Kirmes. Idee für eine Bildunterschrift: Menschen hier und Menschen da. Volle Gassen auf der Kirmes von Soest. Auf dem zweiten Bild sieht man den Schausteller Patrick Schneider. Idee für eine Bildunterschrift: Schausteller Patrick Schneider (48) leitet seit seinem 16. Lebensjahr den Musikexpress und die Geisterbanh. Ich hoffe, Sie können mit diesen Vorschlägen etwas anfangen. Schönes Wochenende Mit freundlichen Grüßen Beatrice Ködding REPRO manuell 180