Ohne Fleiß gibt’s keinen Preis

Jugendliche haben immer weniger Freizeit

Lippstadt:  „Ohne Fleiß kein Preis“ ist nach wie vor ein beliebter Spruch. Doch genau der setzt Schüler unter Druck. Von Jahr zu Jahr wird ihre Freizeit weniger. Damit schwindet zugleich auch die Zeit für Hobbys, was zu mehr Unzufriedenheit und Unausgeglichenheit bei den Betroffenen führt. Junge Menschen müssen immer mehr für die Schule machen und haben kaum Zeit für andere Dinge.
Achtklässlerin Anna sagt: „Ich musste wegen der Schule mit meinem Hobby aufhören und habe so nicht mal die Chance, zumindest dort von dem Stress abzuschalten.“ Auch Annas Eltern meinen, dass sie im vergleichbaren Alter noch keinen so hohen Leistungsdruck gehabt hätten und die Schule früher nicht so hohe Ansprüche gestellt habe wie heute.
Andere Schüler, die danach gefragt worden sind, was sie mit mehr Freizeit tun würden, gaben oft an, dass sie viel mehr mit Freunden unternehmen würden, so viel entspannter wären und auf jeden Fall bessere Laune hätten.
Jedoch sehen es viele Schüler auch optimistisch: Schule werde zwar nicht leichter, aber jedes Jahr werde es ein Jahr weniger.

 von Josephine Suhrow,
    Christoph Obermeier und
    Kira Sandbothe,
    Klasse 8a,
    Ostendorf-Gymnasium,
    Lippstadt

 

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„Ich find es hier schön“

Syrischer Flüchtlingsjunge Mohammad besucht eine Lippstädter Klasse

Lippstadt: Täglich kommen mehr als 10 000 Flüchtlinge nach Deutschland. Auch am Ostendorf-Gymnasium in Lippstadt sind neue Mitschüler hinzugekommen. Einer davon ist Mohammad aus Syrien, der bei seinem Bruder lebt. Seit einigen Wochen besucht er die Klasse 8a.
Mohammad bekommt von Lehrern und Schülern in den Freistunden Deutschunterricht und macht große Fortschritte. Bevor er in die Lippstädter Klasse kam, hat Klassenlehrerin Christine Hamacher gemeinsam mit ihren Schülern überlegt, wie alle den jungen Syrer willkommen heißen können. Die Gruppe hat alles gesammelt, was der neue Klassenkamerad für den Unterricht braucht. Außerdem wurden drei Schüler ausgewählt, die ihn am ersten Schultag abgeholt haben. Am Ende waren alle so gespannt, dass keiner auf Mohammad warten wollte und die komplette Klasse zu ihm hingegangen ist. Der Flüchtlingsjunge hat auch gleich versucht, etwas auf Deutsch zu sagen.
Im Unterricht haben sich fünf Schüler freiwillig um ihn gekümmert, ihm Sachen erklärt, gezeigt und mit ihm geredet. Das war nicht leicht, da Mohammad nur wenig Deutsch und Englisch kann.
Aber nicht nur die Lippstädter Schüler haben dem jungen Syrer etwas beigebracht: In den vergangenen Wochen hat er auch etwas über sich und sein ehemaliges Zuhause erzählt.
Mohammad lebte in Rmelan, einem Dorf nahe der Grenze zur Türkei. Die Schüler haben das Dorf prompt gegoogelt, um sich besser vorstellen zu können, wie ein Leben in Syrien vor dem Krieg aussah. Dort gab es alles, was Menschen zum Leben brauchen. Es gab auch viele Freizeitmöglichkeiten, wie einen Sportplatz und ein Freibad. Aber auch an so einen Ort kommt der Krieg. Darum haben Mohammad und seine Familie Dorf und Heimatland verlassen.
Mittlerweile verbringt der Neuling die Pausen und Freistunden mit den anderen Achtklässlern. Mohammad fragt oft nach Wörtern und versucht sich durch Gesten zu verständigen – was auch gut klappt. Er sagt, dass Deutsch einfach sei und hofft, dass er es in einem Jahr gut sprechen kann.
Im Moment tanzt die 8a im Sportunterricht, was Mohammad nicht so gut gefällt. An Ballspielen hat er mehr Spaß. Dafür macht er Mathe richtig gern und gut. Er liebt es zu joggen und mag Poesie. „Ich finde Deutschland schön“, lautet Mohammads bisheriges Fazit über sein neues Leben.

    von Tarek Fares und
    Malte Fernández Flaschka,
    Klasse 8a,
    Ostendorf-Gymnasium,
    Lippstadt

Syrische Mitschüler, Geschrieben von Malte Fernández Flaschka und Tarek Fares Klasse 8A Europaschule Ostendorf-Gymnasium Lippstadt REPRO manuell 180

„Aufstieg war tolles Erlebnis“

Fußballtrainer Arndt Hundertmark verrät im Interview, wie er zu seinem Job gekommen ist

Hörste/Garfeln:  Zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte ist der VfL Hörste-Garfeln in der vergangenen Saison in die Fußball-Bezirksliga aufgestiegen. Vater des Erfolgs war dabei Coach Arndt Hundertmark, der mit seinem Team momentan in der Bezirksliga auf einem respektablen zwölften Platz steht. Doch wie wird man ein erfolgreicher Übungsleiter? Der Trainerfuchs stand den ZiSch-Nachwuchsreporten jetzt dazu Rede und Antwort.
Herr Hundertmark, Sie sind ja nun schon seit einigen Jahren Trainer. Wie viele Jahre sind es denn schon?
Hundertmark: Ich bin in meinem 16. Trainerjahr.
Das ist ja schon recht lange. Welcher Verein hat Ihnen am besten gefallen und am meisten Spaß gemacht?
Hundertmark: Das ist schwer zu sagen. Als ich mit dem SuS Bad Westernkotten von der Landesliga in die Verbandsliga aufgestiegen bin, war das sicherlich ein Highlight. Allerdings war auch der erste Aufstieg mit dem VfL Hörste-Garfeln in die Bezirksliga ein tolles Erlebnis.
Wie sind Sie überhaupt darauf gekommen Trainer zu werden?
Hundertmark: Ich war 24 und die Mannschaft, in der ich gespielt habe, suchte einen Trainer. Da hab ich mich dazu bereit erklärt.
Was war denn als Trainer Ihre größte Herausforderung?
Hundertmark: Insgesamt ist es für einen Trainer immer eine interessante Aufgabe, die verschiedenen Charaktere aus verschiedenen Gesellschaftsschichten zu einer funktionierenden Mannschaft zu formen.
Momentan trainieren Sie den VfL Hörste-Garfeln. Können Sie sich vorstellen nach dieser Saison weiterzumachen?
Hundertmark: Das hängt sicherlich vom Verlauf der Saison ab. Wenn wir die Klasse halten sollten, könnte ich mir durchaus vorstellen eine weitere Saison dranzuhängen.

 von Lemuel Mierau,
    Niklas Hundertmark und
    Lucas Kleine-Hollenhorst,
    Klasse 8a,
    Ostendorf-Gymnasium,
    Lippstadt

Arndt Hundertmark CF_HOK

 

Ein Leben in einem anderen Land

Menschen mit Migrationshintergrund erzählen, wie sie sich in Deutschland fühlen

Lippstadt:  Rund 8,2 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund leben in Deutschland (Stand: März 2015). Etwa die Hälfte davon fühlt sich weniger anerkannt als Einheimische. „Erstmal ist es mit der Sprache schwer und man fühlt sich etwas verloren“, sagt Sandra M., die selbst aus Bosnien kommt und – wie alle anderen Befragten – ihren vollständigen Nachnamen nicht in der Zeitung lesen möchte. Deshalb besuchen viele Ausländer, wenn sie in der Bundesrepublik ankommen, zunächst eine Deutschschule, um die Sprache zu lernen. Denn laut weit verbreiteter Meinung ist Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg.
Aber oft haben Migranten auch mit Vorwürfen zu kämpfen, die manchmal sehr verletzend sein können. „Es ist nicht immer einfach anders zu sein“, sagt Mohammed P.
Viele Menschen kommen nach Deutschland, um ein besseres Leben zu führen. In ihren Heimatländern gibt es keine Arbeit oder dort herrscht Krieg. Doch hier angekommen, fühlen sich auch viele wie zwischen zwei Welten und können nicht zuordnen, wo sie wirklich zu Hause sind. Wenn sie nach einiger Zeit zu Besuch in ihrem eigentlichen Heimatland sind, fühlen sie sich ausgeschlossen – obwohl sie das Gefühl auch in Deutschland plagt.
Angst haben sie hierzulande jedoch nicht. Viele Menschen mit ausländischen Wurzeln vertrauen dem deutschen Staat in Bezug auf Politik und Sicherheit. „Man weiß, dass die Sicherheit in Deutschland viel höher ist als in unserem Heimatland, sagt Fatih Y.

    von Jovana Petkovska und
    Ajla Mahmutovic,
    Klasse 8a,
    Ostendorf-Gymnasium,
    Lippstadt

Die Gefahren, die im Internet lauern

Experten-Duo gibt Tipps zu WhatsApp & Co.

Lippstadt: In Zeiten von Smartphones, sozialen Netzwerken wie Facebook, Videospielen und Co. setzen sich sowohl Jugendliche als auch Erwachsene vielen womöglich zunächst ungeahnten und teilweise auch vermeidbaren Gefahren aus. Die Achtklässler Dimitri Erlikh und Alexej Erlikh haben sich mit ein paar von ihnen auseinandergesetzt.
Viele Menschen benutzen WhatsApp und Facebook. Fast jedes Kind hat ein Smartphone und manche sind längst in den sogenannten sozialen Netzwerken unterwegs. Doch das, was jeder Benutzer schreibt, landet auf US-amerikanischen Servern von Facebook. So hat das Unternehmen das Recht, die Daten zu verändern und zu verbreiten.
Möglichst wenige Daten preisgeben
Jedes Foto, das auf den Servern landet, könnte Facebook anderweitig verwenden. Da Facebook WhatsApp gekauft hat, verhält es sich hier ähnlich. Darum sollten Benutzer einige Dinge beachten: Als erstes sollten User bei der Anmeldung möglichst wenige Daten preisgeben und am besten keinen vollen Namen verwenden oder den Wohnort angeben. Es ist ratsam, keine Bilder oder Videos von sich zu versenden. Wer Fotos von anderen Personen verschicken möchte, sollte dies mit ihnen abklären. Adressen und Passwörter sollten niemals weitergegeben werden. Nachdenken, bevor man etwas absendet, ist am wichtigsten, da selbst der Löschen-Button nicht hilft. Die Daten bleiben auf den Servern.
Zudem ist Cybermobbing in der heutigen Zeit zunehmend ein Problem. Cybermobbing ist, wenn jemand ständig im Internet geärgert wird – ob durch Beleidigungen, mit gefälschten Fotos oder auf andere Art. Wer unter Cybermobbing leidet, sollte ruhig bleiben und mit Eltern und Lehrern reden oder sogar die Polizei benachrichtigen. Auch Videospiele sind heutzutage ein Problem. Sowohl deswegen als auch wegen Cybermobbings sind bereits Menschen zu Tode gekommen. Ein Beispiel ist der 21-jährige Shawn Wooley, der die Realität mit der virtuellen Welt verwechselt und Selbstmord begangen hat.
Damit niemand in Schwierigkeiten gerät, sollte jedem die Internet-Sprache bekannt sein. Beim sogenannten Abonnieren denken viele an „Hashtag YouTube“, was falsch ist. Zudem wird es oft mit dem Liken vertauscht. Stattdessen erhält derjenige, der etwas oder jemanden abonniert, beispielsweise die Zeitung oder (im Fall von Internet-Kanälen und sozialen Netzwerken) täglich Videos und wichtige Infos. Außerdem ist der Hashtag (#) ein wichtiges Zeichen beim Programmieren. „Hashtag YouTube“ existiert nicht.

 von Dimitri Erlikh und
    Alexej Erlikh,
    Klasse 8a,
    Ostendorf-Gymnasium,
    Lippstadt

Geschrieben von Dimitri Erlikh und Alexej Erlikh Klasse 8A Europaschule Ostendorf-Gymnasium Lippstadt Bildunterschrift: Sehr viele Leute benutzen das Internet. Dabei muss man auch an Datenschutz denken. REPRO manuell 180

Wenn Hasso und Mauzi neue Bleiben suchen

Das Tierheim Lippstadt vermittelt Vierbeiner

Lippstadt:  Das Tierheim Lippstadt ist für die herrenlosen Tiere in Lippstadt und der Umgebung zuständig. Auf verschiedenen Wegen werden diese zu den Mitarbeitern gebracht. Jeder Tierbesitzer kann ein Tierquäler sein. Auch wer sein Tier nicht regelmäßig füttert oder das Gehege nicht saubermacht, kann als Tierquäler gelten. Natürlich werden nicht alle Tiere misshandelt. Auch finden Polizisten oder andere Menschen Tiere und bringen sie ins Tierheim.
Dort angekommen, wird genau geprüft, wer ein Tier aufnehmen und aus der Einrichtung am Margaretenweg herausholen möchte. „Wir führen ein Gespräch mit den Personen, die ein Tier haben wollen und schauen, ob das Tier zu ihnen passt. Dann unterschreiben sie einen Vermittlungsvertrag. Natürlich besuchen wir die Tiere in ihrem neuen Heim auch und schauen, wie es ihnen geht“, sagt Annette Schumacher, Pflegerin und stellvertretende Heimleitung.
Es kommen auch verstörte Tiere ins Heim, die Menschen nicht mehr vertrauen, Angst vor ihnen oder ihren Artgenossen haben. Solche Tiere werden erst einmal in Ruhe gelassen. Dann versuchen die Tierheim-Mitarbeiter, ihr Vertrauen zu gewinnen. Im Falle von wild lebenden Katzen gelingt dies aber manchmal nicht. So kann es sein, dass eine Katze nach ärztlicher Untersuchung und Kastrierung wieder freigelassen wird.
Wer selbst einem Vierbeiner ein neues Zuhause geben möchte, der kann sich beim Tierheim melden.

von Lea Grebe,
    Tabea Esau,
    Sophia Fröse und
    Kristina Schnaider,
    Klasse 8a,
    Ostendorf-Gymnasium,
    Lippstadt

Bildunterschrift: Die Katze Mariechen ist seit 5 Jahren im Tierheim. Der Hund Arno ist ein Labrador, der ein schönes Zuhause verdient hat, genau wie alle anderen Tiere im Tierheim. REPRO manuell 180

Beides statt entweder oder

Über die Vereinbarkeit von Sport und Schule

Lippstadt:  Sport und Schule sind zwei zeitaufwendige Aktivitäten. Viele Eltern streiten sich, ob dieses zeitlich zusammen überhaupt möglich ist. Turbo-Abi, Unterricht bis in den Nachmittag hinein, wachsender Leistungsdruck: Wo da noch Zeit für Hobby sein soll, erschließt sich manchen nicht. Achtklässler vom Lippstädter Ostendorf-Gymnasium haben einen befragt, der es genau wissen muss: den 17-jährigen Luc Schulz. Er macht am Ostendorf-Gymnasium sein Abitur und kennt den Spagat zwischen Sport und Schule nur zu gut. Luc gehört zu den besten Kanusportlern des WSC Lippstadt und trainiert jeden Tag, um im nächsten Jahr die Qualifikation für die Weltmeisterschaft zu schaffen.
Nach der Schule geht es für ihn direkt ins Leistungszentrum, das direkt hinter der Schule liegt. Nach zwei Trainingseinheiten geht’s nach Hause an den Schreibtisch. „Zeit für Freunde habe ich keine“, sagt Luc. „Wenn wir uns sehen, gehe ich mit meinen Freunden trainieren“. Doch ohne Unterstützung wäre sein aktuelles Pensum nicht möglich. Für Wettkämpfe wird Luc auch schon mal von der Schule freigestellt.
Muss man sich also entscheiden zwischen Schule oder Sport? Sicherlich gehört auch viel Selbstdisziplin dazu. Für Schulleiterin Gaby Lütkehellweg steht fest: „Wenn man ein besonderes Talent hat, so sollte man seinen Sport auch ausüben.“ Nicht jeder Schüler verschlechtert sich durch Leistungssport, doch auch Luc weiß: „Wenn ich mehr für die Schule machen würde, hätte ich auch noch bessere Leistungen.“

von Amelie Baucks,
    Hannah Hengstebeck,
    Karla Schwemin,
    Carla Staats,
    Neele Steinkamp und
    Julian Bolte,
    Klasse 8c,
    Ostendorf-Gymnasium,
    Lippstadt

Der 17-jährige Luc Schulz, welcher am Ostendorf-Gymnasium sein Abitur macht, kennt dies nur zu gut. Er gehört zu den besten Sportlern des WSC Lippstadts und trainiert jeden Tag, um im nächsten Jahr die Qualifikation für die Weltmeisterschaft zu schaffen CF_HOK

Biorhythmus und Schule vertragen sich nicht

Schüler fordern späteren Unterrichtsbeginn, weil sie in den ersten Stunden noch nicht so leistungsfähig sind

Lippstadt:  Wer um kurz vor 8 Uhr durch Schul-Flure streift, schaut in müde Augen und gähnende Gesichter. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern beginnen deutsche Schulen bis zu eine Stunde früher. Schlafforscher fordern eine Anpassung der Schulzeit an den Biorhythmus.
Durchschnittlich brauchen Kinder von zehn bis 14 Jahren neun bis zehn Stunden Schlaf. Laut der veränderten Chronobiologie in der Pubertät kann dieses Schlafpensum nicht durch ein frühes Zubettgehen erzielt werden. Viele Jugendliche können erst spät einschlafen und schneiden bei Arbeiten, die in den ersten beiden Stunden geschrieben werden, schlechtere Noten.
Während in Hamburg bereits jede Schule ihren individuellen Beginn festlegen kann, ist dies für NRW noch Zukunftsmusik. Auch vor Ort wünschen sich viele Schüler einen späteren Beginn. Doch „als einzige Schule in Lippstadt ist es schwer, die Unterrichtszeiten zu ändern“, so Gaby Lütkehellweg, Schulleiterin des Ostendorf-Gymnasiums. Schließlich kooperieren viele Schulen miteinander, sodass die Zeiten genau abgestimmt sein müssen. „Das gesamte Bussystem müsste umgestellt werden“, betont der stellvertretende Schulleiter Bernd Belecke. Er gibt zu bedenken, dass „leider ein späterer Schulbeginn auch einen späteren Schulschluss beinhaltet“.
Eine Umfrage unter Schülern der Mittelstufe zeigt, dass das viele nicht stören würde. Ein Achtklässler fände ein späteres Schulende akzeptabel, „wenn die Lehrer sich strikt an die Unterrichtszeiten halten“.
Während der Unterricht vielen Schülern gar nicht spät genug beginnen kann, sind berufstätige Eltern eher gegenteiliger Meinung. Ein Problem wäre die Kinderbetreuung. Der Nachwuchs könne dann zwar länger schlafen, „aber welches Kind frühstückt schon gern allein“, fragt eine zweifache Mutter.
Das Thema wird vorrangig die Schüler voraussichtlich wohl noch ein paar unausgeschlafene Morgenstunden bereiten. Denn bisher ist weder eine Einigung zwischen Schüler- und Elternvertretern noch zwischen Chronobiologen und Lehrerverbänden in Sicht.

von Michelle Krieger,
    Rumeysa Dere,
    Elif Izet Oglou und
    Andrea Pritzel,
    Klasse 8c,
    Ostendorf-Gymnasium,
    Lippstadt

Zu früher Schulbeginn, Michelle Krieger, Rumeysa Dere, Elif Izet Oglou, Andrea Pritzel Kl. 8c - Ostendorf -Gymnasium, früher Vogel fängt den Wurm, müde, frühes Aufstehen CF_HOK

Keine Vierbeiner unterm Baum

Schüler sind zu Besuch im Lippstädter Tierheim

Lippstadt:  Weihnachten, das Fest der Liebe und der Geschenke, naht. Viele Kinder wünschen sich nichts sehnlicher als einen kleinen Welpen oder ein puscheliges Kaninchen unter dem Weihnachtsbaum. Doch leider ist das erste Interesse meist schnell verflogen. Problem: Ein Tier harrt im Unterschied zu Puppen nicht wochenlang im Schrank aus. Das Lippstädter Tierheim hat schon viele dieser vergessenen Geschenke aufgenommen. ZiSch-Nachwuchsreporter haben eine ehrenamtliche Mitarbeiterin getroffen.
Schon von draußen sind bellende Hunde zu hören und Katzen zu sehen. An den Türen der Räume, in denen die Tiere untergebracht sind, hängen Schilder mit den jeweiligen Namen. Schnell wird deutlich, wie liebevoll sich die Mitarbeiter um jedes Tier kümmern.
Mehr Katzen als Hunde im Tierheim
Momentan leben sieben Hunde und 80 bis 100 Katzen dort. Die große Anzahl Stubentiger kommt daher, dass sie häufiger fortlaufen. Zudem sind viele Katzen nicht sterilisiert und vermehren sich so stark.
„Ich habe null Verständnis“, sagte die ehrenamtliche Mitarbeiterin, als sie auf das Aussetzen zu sprechen kommt. Sie erzählt, dass das zum Glück nicht häufig vorkomme, aber dass jeder, der auf Grund von Krankheit oder anderen Gründen nicht in der Lage sei, ein Tier zu halten, sich dies eingestehen müsse und den Schritt wagen solle, das Tier für eine geringe Gebühr in gute Hände abzugeben. Neben Hunden und Katzen ist das Tierheim auch für einige Kaninchen das Zuhause. Und wer zu dieser Jahreszeit noch einen Igel im Garten umhertapsen sieht, sollte auch vorsichtshalber beim Tierheim anrufen. Igel werden in Pflegestellen von Privathelfern gepflegt, damit sie den Winter überstehen.
Futter und Decke gern gesehene Spenden
Vor Ort wird jedem Besucher klar, dass es im Tierheim viel zu tun gibt. Die Bewohner müssen täglich versorgt, beschäftigt und gepflegt werden, denn Hunde beispielsweise brauchen Auslauf. Den bekommen sie auf den Außenwiesen oder bei Spaziergängen mit freiwilligen „Gassigängern“ (ab 16 Jahren möglich).
Haben Menschen Interesse an einem Tier, findet zuerst eine Vorkontrolle des möglichen neuen Zuhauses und des neuen Besitzers statt. Passt alles, kann er das Tier mitnehmen. Um zu schauen, ob es dem Tier gut geht, findet später eine Nachkontrolle statt.
Wer dem Tierheim helfen möchte, kann das mit Geld-, aber auch mit Sachspenden wie Decken, Handtüchern, Waschmittel, Putzeimern und Futter tun. Freiwillige Helfer, die die Näpfe oder Katzenklos säubern, sind auch immer gern gesehen.

von Anna-Lena Wagner,
    Simge Moumin,
    Jasmin Sandknop,
    Anna Schieck und
    Justine Ritzel,
    Klasse 8c,
    Ostendorf-Gymnasium,
    Lippstadt

Tierheim Lippstadt-Helfen ist nicht schwer Lippstadt Das Tierheim in Lippstadt, ein Zuhause für viele Tiere. Weihnachten, das Fest der Liebe und der Geschenke naht. Viele Kinder wünschen sich nichts sehnlicher als einen kleinen Welpen oder ein puscheliges Kaninchen unter dem Weihnachtsbaum. Doch leider ist das erste Interesse meist schnell verflogen, nur mit dem Unterschied, dass ein Tier nicht wie eine Puppe wochenlang im Schrank ausharrt. Gut, dass es in Lippstadt ein Tierheim gibt, in dem viele dieser vergessenen Geschenke aufgenommen und gepflegt werden. REPRO manuell 180